SeDft2Pdf

SeDft2Pdf dient der Batch-Konvertierung von Solid Edge DFT Zeichnungsdateiblättern in das Adobe Portable Document Format, kurz PDF. Zeichnungsblätter können einzeln oder in eine Multipagedatei (= alle Zeichnungsblätter in ihrem Originalformat in einer einzigen PDF Datei) ausgegeben werden. Die Zeichnungsblätter werden jeweils randlos im Maßstab 1:1 (bis 2m x 2m) erzeugt.

Über Informationen in einer Zusatzdatei können vor der Konvertierung Solid Edge Dateieigenschaftswerte und als Folge davon, verknüpfte Eigenschaftstexte aktualisiert werden. Unterstützt wird eine reine Werteliste, die eine Zuordnung der Werte zu den Eigenschaftsnamen in der Konfigurationsdatei erforderlich macht, oder eine Liste mit Eigenschaftsnamen-Wertepaaren der Form "Eigenschaftsname=Eigenschaftswert".

Über die Konfigurationsdatei kann sehr flexibel die Bestimmung der/des PDF Ergebnisdateinamen(s) in beliebiger Kombination aus Bestandteilen des DFT Zeichnungsdateinamens, Dateieigenschaftswerten, Blattnummer, Blattname, Blattzähler und/oder festem Text erfolgen.

Über die Konfigurationsdatei kann auch eine beliebige Postaktion definiert werden, die im Anschluss an die PDF Konvertierung erfolgt. Der Postaktion steht dabei optional eine Datei mit der Liste aller von SeDft2Pdf erzeugten und/oder modifizierten Dateien zur Verfügung.

Die Konfiguration des Programms geschieht über eine einfache Ini-Datei. Wesentliche Parameter können auch als Kommandooption übergeben werden und besitzen dann Priorität gegenüber entsprechenden Ini-Datei Einträgen. Eine ausführliche Logdatei dient der Protokollierung/Fehleranalyse.

Installation

SeDft2Pdf V2.0 nutzt für die PDF Konvertierung Ghostscript in Verbindung mit dessen Postscript Druckertreiber. Vor der Konfiguration und Verwendung von SeDft2Pdf müssen deshalb folgende Komponenten installiert werden:

  • Ghostscript 8.56 oder höher

Ab der Version 19 enthält Solid Edge zwar eine integrierte Ghostscript (8.54) Installation, die prinzipiell von SeDft2Pdf benutzt werden könnte. Tests unter Solid Edge V19 verliefen auch erfolgreich, jedoch nicht mehr unter Solid Edge V20 oder höher. Deshalb ist eine separate, offizielle Installation des Ghostscript Pakets vorzunehmen. Auf 64-Bit Windows Versionen ist wegen des verwendeten Ghostscript Druckertreibers die 64-Bit Version von Ghostscript erforderlich!

Das Installationsprogramm für die aktuelle Windows Ghostscript Distribution kann hier heruntergeladen werden.

Starten Sie das Ghostscript Installationsprogramm (z.B. gs905w32.exe oder gs905w64.exe) mit Administratorrechten und installieren Sie Ghostscript mit der vorgeschlagenen Standardpfadangabe. Es sind keine weiteren Konfigurationen notwendig.

  • Postscript Druckertreiber

Zur Installation des Ghostscript Postscript Druckertreibers verwenden Sie die Systemsteuerung zur Installation eines neuen Druckers. Als Anschluss wählen Sie Datei aus, als Treiber wählen Sie aus dem Dateisystem die Datei ghostpdf.inf aus, die Sie unterhalb der Ghostscript Installation im Unterverzeichnis lib vorfinden. Als Druckernamen vergeben Sie den Namen FlexSpooler.

Das Programm SeDft2Pdf selbst benötigt keine spezielle Installation und kann nach Erfüllung obiger Voraussetzungen direkt konfiguriert und angewendet werden.

Freigaben:  

Windows XP, Windows Server 2003/2008/2012, Windows Vista, Windows 7/8/8.1/10

Voraussetzung:  
  • Ghostscript 8.56 oder höher
  • Postscript Druckertreiberinstallation basierend auf ghostpdf.inf
  • Solid Edge V16 oder höher, Solid Edge ST-ST10
Aktuelle Version: 2.0.0.68 (2.0.0.68 oder höher erforderlich für Windows Vista/Windows 7 64-Bit und Ghostscript 64-Bit 9.00 oder höher)

Konfiguration

Alle Funktionskonfigurationen des SeDft2Pdf Programms werden über die zentrale Konfigurationsdatei "SeDft2Pdf.ini" vorgenommen.

[System]  
LicenseKey= Lizenzschlüssel
;  
LogFile= Optionale Angabe von Pfad- und Dateinamen der zu verwendenden Logdatei. Default: SeDft2Pdf.log
AppendLog=0 0=Logdatei überschreiben, 1=Logdatei erweitern
;  
DFTDir=D:\Etc\FlexSpooler\Out\Dft Verzeichnisname zur Ablage der DFT Datei, falls KillDFT=0
PdfDir=D:\Etc\FlexSpooler\Out\Pdf Verzeichnisname zur Ablage der PDF Datei(en)
WorkDir=D:\Etc\FlexSpooler\Work Verzeichnisname des Arbeitsverzeichnisses
;  
KillDFT=0 0=Ablage der DFT Datei in DftDir, 1=Löschen der DFT Datei
QuitSolidEdge=1 0=Solid Edge Instanz nicht beenden, 1=Beenden
;  
AllSheets=1 0=Nur erstes Blatt bearbeiten, 1=Alle Blätter
MultiPage=1 0=Ausgabe je Blatt in eine separate PDF Datei, 1=Alle Blätter in eine einzige PDF Datei.
;  
TimeOut=300 Zeitlimit in Sekunden
;  
SheetNoPropName= Benutzerdefinierter Eigenschaftsname für Blattnummer
;  
IFNPattern=(^.+)(\.dft$) Regulärer Ausdruck für das DFT Eingabedateinamensmuster.
Hier Zerlegung in Dateiname und Dateierweiterung.
OFNPattern=OP1+OP6 Plusgetrennte Liste symbolischer Ausgabedateinamensteile
;  
OP1=IFNPATTERN,$1 Definition für den symbolischen Ausgabedateinamensteil "OP1".
IFNPATTERN,$n kennzeichnet die Verwendung des n-ten gruppierten Eingabedatei Namensmusters.
Hier Auswahl des ersten Musters, welches den Dateinamen ohne Dateiendung enthält.
OP2=SHEETNO,0# Definition für den symbolischen Ausgabedateinamensteil "OP2".
SHEETNO,Format kennzeichnet die Verwendung der Blattnummer. Hier zweistellig mit führender Null.
OP3=SHEETNAME,@ Definition für den symbolischen Ausgabedateinamensteil "OP3".
SHEETNAME,Format kennzeichnet die Verwendung des Blattnamens. Hier mit alphanumerischer Formatierung.
OP4=SHEETSCOUNT,0# Definition für den symbolischen Ausgabedateinamensteil "OP4".
SHEETSCOUNT,Format kennzeichnet die Verwendung der Blattanzahl. Hier zweistellig mit führender Null.
OP5=PROPERTY,Revisionsnummer,0# Definition für den symbolischen Ausgabedateinamensteil "OP5".
PROPERTY,PropName,Format kennzeichnet die Verwendung eines Eigenschaftswertes. Hier "Revisionsnummer" mit der Formatierung zweistellig mit führender Null.
OP6=TEXT,.pdf Definition für den symbolischen Ausgabedateinamensteil "OP6".
TEXT,Text kennzeichnet die Verwendung eines fixen Textes. Hier ".pdf" für die Dateierweiterung.
;  
PrinterName=FlexSpooler Name des Postscriptdruckers
CheckPrinter=1 0=Keine Druckerexistenzprüfung, 1=Prüfung
;  
GSPath=C:\Programme\gs\gs9.05 Verzeichnisname in welchem sich das "bin" und "lib" Verzeichnis der  Ghostscriptinstallation befinden.
Achtung: Keine Anführungszeichen verwenden!
;  
;PostAction=c:\Windows\System32\cscript.exe,PostActionTemplate.vbs #LISTFILE# Kommentierte Definition einer Postaktion zum Aufruf einer VB-Skriptdatei
PostAction= Definition der Postaktion
ListFile=Files.txt Pfadangabe der Dateilistendatei
   
[UpdProps]  
; Update Properties Konfiguration zur Dateieigenschaftsaktualisierung bei Verwendung von "/updprops"
PropFileExt=txt Dateierweiterung der Datei mit den aktuellen Eigenschaftswerten
;  
FromValueList=0 0=Datei enthält Eigenschaftsnamen-Wertepaare, 1=Datei enthält nur Eigenschaftswerte
UserDefinedOnly=0 0=Alle Kategorien nach Eigenschaftsnamen durchsuchen, falls diese nicht absolut per Kategorie\Name adressiert sind.
1=Nur Eigenschaftswerte der Kategorie "Benutzerdefiniert" aktualisieren bzw. anlegen.
ValueLimitDelimiter=, Soll die Länge der Eigenschaftswerte beschränkt werden, ist hier das Trennzeichen anzugeben, welches bei der Eigenschaftswertangabe verwendet wird, um dahinter die maximale Zeichnanzahl anzugeben.
;  
; If FromValueList=1: Bei Verwendung von FromValueList=1:
; Value list value-property mapping ([]-parts are optional): Zuordnungstabelle für ...
; Line# = [category name\]property name[,value string length limit] Zeilennummer und Eigenschaftsname
;  
; Example: Beispiel:
Line04 = erster Bearbeiter,14  
Line05 = erster Verantwortlicher,14  
Line06 = erster Prüfer,14  
Line07 = erstellt am,8  
Line08 = geprüft am,8  
Line09 = Artikel-Nr.,12  
Line10 = Revision n,2  
Line11 = Benennung deutsch,40  
Line12 = Benennung englisch,40  
Line13 = Maßstab,7  
Line15 = Revision 1+m,2  
Line16 = Koordinate 1+m,2  
Line17 = Änderungstext 1+m,40  

Aufrufparameter

SeDft2Pdf erfordert mindestens die Angabe der Solid Edge DFT Zeichnungsdatei über den Schalter "/dftfile" oder "/sefile". Alle weiteren Aufrufparameter sind optional und haben dann Vorrang gegenüber funktional identischen Einstellungen der Konfigurationsdatei.

/dftfile dftfile, /sefile dftfile Angabe der Solid Edge Draftdatei, oder
/dftfile ascfile, /sefile ascfile indirekt per ASCII Datei, deren erste Zeile die absolute Pfadangabe enthält
/pdfdir dir, /outdir dir  Angabe des Zielverzeichnisses für PDF
/dftdir dir  Angabe des Zielverzeichnisses für DFT
/colorasblack  Nur Schwarzausgabe
/allsheets  Alle Blätter bearbeiten
/multipage  Eine Multipage PDF-Datei erzeugen
/updprops  Zuvor Eigenschaften aktualisieren
/result2source In Kombination mit der indirekten Solid Edge Dateiangabe per ASCII Datei erfolgt die Zieldateiablage im Verzeichnis der Quelldatei